Begonnen hat es 1997 in den "macht was ihr wollt" Phasen im Schulsport. Die Jungs kamen auf die Idee Wettbewerbe (Kräftemessen) zu veranstalten. In der Zeit war es natürlich mehr das Ziel festzustellen "Wer is der Stärkste im Ganzen Land". Klimmziehen, Seilklettern, Liegestütze und Armdrücken, waren damals die erforderlichen Disziplinen. Wenn man bedenkt wie gut man für sein Alter damals war, ist es traurig wie wenig der faule Alltag einem davon lässt - aber was nicht genutzt und damit gebraucht wird fliegt raus, is ja im Gehirn nicht anders...
Vom Spaß und kindlichem Kräftemessen zu einem ernsteren Thema wurde alles 1998 mit dem Eintritt in einen Kampfsportverein, hier wurde das Interesse daran geweckt, wirkliches Krafttraining zu betreiben. Während des regulären Trainings wurden immer wieder Tage eingebaut in denen man die gesamte Einheit Körpergewichtsübungen, solo und in der Gruppe, durchgeführt wurden. Ich kam wohl in ein Alter, in dem man merkt Kraftsport - sich selbst pushen und an Grenzen gehen is' was feines. Außerdem sprechen Sixpack und die Fähigkeit in den Spagat zu gehen und sich dabei nach vorn zu lehnen, bis die Strin auf der Erde liegt, für sich.
Mit diesem Fundament hat mich das Krafttraining begleitet, mal mehr mal weniger, wobei es meist immer weniger wurde, da man als junger Mensch doch leider häufig sehr faul ist und sich darauf verlässt das bisschen was man macht reicht schon...
Einige Jahre (ja, leider...sehr viel verschenkte Zeit) später beim Militär kam es dann zurück, das Gefühl sich messen zu müssen und die Bestätigung das man gar nicht so schwach ist wie man glaubt, man aber dennoch besser sein will. Die HindernissBahn hat Spaß gemacht, man hat sich in Liegestützwettbewerben mit seinen Vorgesetzten gemessen und war der Letzte aus dem Zug der mithalten konnte. Da ich so oder so in der Kaserne war, war der Weg frei sich nach Dienstschluß sportlich zu betätigen. Schnell eine Einweisung für den Fitnessraum und ab die Post...
Das Jahr danach verlief aufgrund verschiedener Dinge, in sportlicher Hinsicht, sehr mau. Dennoch wuchs in dieser Zeit mein Interesse am Kraftsport. Geprägt von den Kämpfern In- und Ausländischer Freefight Organisationen (z.B. UFC) fing ich an, im Internet nach deren Trainingsmethoden zu suchen. Es dauerte nicht Lange bis ich auf Björn Friedrich's Fighter Fitness stieß...ich liebte es und stieß auch auf sein Kettlebell Programm. Wenige Zeit später folgten eine 16kg und später eine 24kg Kugel. Dank des Kettlebelltrainings und dem stetig wachsendem Interesse an den Trainingsmethoden stieß ich zeitgleich auf Dr. Till Sukopp und Dominik Feischl. Bald darauf sah ich ein Video von Zach Even-Esh und kam damit auch auf seine Internetseite, über die ich später auf Jim Wendler stieß. Tag für Tag finde ich mehr, bilde mich stetig und ständig weiter auf dem Gebiet und stelle fest, es wird viel gesagt und noch mehr geschrieben. Was man sich daraus mitnimmt, was nicht, muss jeder für sich selbst ausprobieren.
Jeder einzelne von uns sollte für sich seine Wahrheit leben und danach trainieren was für sich selbst am Besten funktioniert.
Diese 5 Leute sind der Hauptgrund weshalb ich begonnen habe und warum ich Tag für Tag den Arsch hochnehme und meinen Weg gehe - im Leben und im Training...